*poliflur* heißt eine Werkreihe von Anke Westermann, die im Dialog mit dem Ingenieur für Landschaftsnutzung Ludger Drunkemühle entstand.
*poliflur* entwickelt Skulpturen und situative Ausstellungs- Installationen für Flächen und Räume im innerstädtischen aber auch im ländlichen Bereich. Wir untersuchen das Thema "temporäre Nutzung" mit ortspezifischen Projekten, die sich neuer Formate bedienen, sich dabei aber immer auch auf klassische Kunstpräsentation beziehen. Wir berücksichtigen bei der Konzeption unserer Projekte die signifikanten aber nicht immer für Jedermann direkt sichtbaren Standortfaktoren und wesentliche Aspekte der historischen Nutzung. Wir wollen die Orte mit künstlerischen Mitteln neu erfahrbar machen und dabei gleichzeitig Ausblicke auf Handlungsansätze für zukünftige Standortnutzungen ermöglichen.
Wir entwickeln Skulpturen, die den Raum neu definieren und sind interessiert an den Wechselbeziehungen zwischen kulturellen und vermeintlich natürlichen Phänomenen bzw. solchen aus der so genannten realen oder Alltagswelt. Bei unseren Arbeiten beziehen wir nach Möglichkeit die Anlieger, anrainende Netzwerke und mit verwandten Themen befaßte KünstlerInnen ein.
Grundüberlegungen zur Autorschaft und kommunikativen und prozeßhaften Arbeitens, die auch bei BRIX Umsetzung fanden, fließen ein in die für den jeweiligen Ort entwickelten Ausstellungskonzepte mit *poliflur*, die uns Menschen im Spannungsfeld zwischen Natur und Kultur reflektieren.
Der Name poliflur verweist auf die erste gemeinsam realisierte landschaftsbezogene Arbeit im Kunstverein LandKunstLeben.
Der Wortbestandteil “poli” wird hergeleitet von dem griechischen Wort Polis, das die Einwohner der Stadtgemeinschaft benennt. “Flur” leitet sich von der Fläche ab, auf der die jeweiligen Handlungen durchgeführt werden.