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0X/01

Die Eigenschaft eines aus mehreren zusammenhängenden Räumen bestehenden
Ausstellungsraums, wie er in der Frise gegeben ist, wurde für das Projekt 0X /01 aufgegriffen und gedanklich weitergeführt. Beginnend im mittleren Raum wuchs dafür — einem dezentralen Prinzip folgend — eine nach und nach den gesamten Ausstellungsraum einnehmende und schließlich bis ins Foyer und den Straßenraum
hineinragende labyrinthische Raumskulptur aus transluzenter Folie und Weidenholz. Bei jeder der drei aufeinander folgenden Ausstellungseröffnungen besetzte diese Skulptur neues Territorium. In den einzelnen semitransparenten »Kammern« wurden dabei auf die Ausstellungsidee bezogene Arbeiten weiterer zu dem Projekt eingeladener Künstler platziert. Durch die Folie als alles verbindendes Element fügten sich diese Einzelarbeiten visuell zu einem Bild zusammen und gingen dabei neue inhaltliche Verbindungen ein. 0X /01 konzipierte die Frise-Kunstkammer
somit als ein nicht geschlossenes semidurchlässiges System. 0X /01 reflektierte dabei die Parameter des Ausstellens und Einordnens von Kunst an sich und stellte wesentliche Fragen nach dem Künstler als originärer Einzelpersönlichkeit
und seiner Korrespondenzen/Divergenzen/Überschneidungen zu anderen Autoren.
Mit der Ausstellung wurde das Jahresthema »Nets & Nodes« im Künstlerhaus
Frise eröffnet.

2009
Frise Künstlerhaus Hamburg
Ausstellung, Raumskulptur
Reisig, Folien, Kunstwerke
130 m2 × 3,6 m

www.frise.de